Donnerstag, 15. Mai 2014

Telefongespräch zwischen dem Oligarchen Igor Kolomojskyj und dem Politiker Oleg Zarjow

Kolomojskyj ist ein ukrainischer Multimilliardär und Oligarch. Er wurde Anfang März 2014 zum Gouverneur von Dnipropetrowsk ernannt. Er arbeitet für die Kiewer Regierung und war einer Sponsoren des Euromaidan.

Zarjow ist ein ukrainischer Politiker. Er ist Mitglied des Parlaments und vertritt die Interessen der Süd- und Ostukraine. Während der Krise 2014 forderte Zarjow eine Änderung der ukrainischen Verfassung in Richtung eines föderalen Systems und mit großer Autonomie für die Landesteile der Ukraine. Im April 2014 wurde er aus der Partei der Regionen ausgeschlossen. Er tritt als unabhängiger Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen im Mai 2014 an. Am 14. April 2014 wurde Zarjow in Kiew nach einer TV-Sendung von einer Gruppe des Maidan brutal überfallen und krankenhausreif geschlagen.

Kolomojskyj: Hallo.

Zarjow: Hi.

Kolomojskyj: Wo bist du? Dort?

Zarjow: Ja, dort.

Kolomojskyj: Wie geht’s dir?

Zarjow: Gut.

Kolomojskyj: Es ist dort eine große Unannehmlichkeit passiert. Ein Jude aus der jüdischen Gemeinschaft von Dnepropetrovsk wurde ermordet.

Zarjow: Was ist mit ihm geschehen?

Kolomojskyj: Also, ein Jude aus der Jüdischen Gemeinschaft von Dnepropetrovsk ist gestorben. Ich bin jetzt in der Synagoge.

Zarjow: Wieso war er dort?

Kolomojskyj: Es ist egal wieso er dort war. Es wurde gesagt, dass man für deinen Kopf, bljat (böses Wort) , schon viel Geld zahlen wird.

Zarjow: Für meinen?

Kolomojskyj: Ein Million Dollar. Für deinen, ja. Man sagt dass sie überall nach dir suchen werden. Ich habe dir das einfach gesagt. Ich wollte, dass du weißt, dass es für dich besser ist, in Moskau zu bleiben und nicht herauszufahren.

Zarjow: Ich wollte dir was sagen. In Afrika gibt es solche…

Kolomojskyj: Morgen wird man nach deinen Leuten suchen.

Zarjow: In Aftika gibt es solche... so ein Gift...

Kolomojskyj: Hör zu, Scheiß drauf, was es in Afrika gibt. Erzähl mir keine Geschichten. Ich sage dir jetzt, dass man in der Synagoge vor dem Sabbat gebetet hat. Es wurde für den Ermordeten gebetet, für Schlemkevich, den Juden, der in Mariupol ermordet wurde, bljat.

Zarjow: So ist...

Kolomojskyj: Es wurde gesagt, dass Zarjow an allem schuld sei, bljat. Und Morgen wird man nach all deinen nahen Verwandten suchen, bljat. Sag ihnen, dass sie alle besser von hier verschwinden, weil wir sie strangulieren werden, bljat… Ich sage, weißt du, sag es auch Markov, dass er besser nicht hierher fährt. Ich meine in die Ukraine. Auf keinen Fall! Hallo…

Zarjow: Ruf mich bitte nicht mehr an! Ruf mich nicht mehr an, Igor!

Kolomojskyj: Ich soll dich nicht mehr anrufen? Ok, Tschüss.

Zarjow: Ok, Tschüss.

Samstag, 10. Mai 2014

Einheitliches? Freies? Nein! Totes Land!!!

5. Mai 2014

Ukraine, die wir gekannt und geliebt habe, wurde umgebracht, verbrannt im Haus der Gewerkschaft mit den Bürgern Odessas. Die ukrainische Flagge, die noch vor kurzem alle Ukrainer einigte, im Westen, genauso wie im Süd-Osten ist zu einem Symbol des Todes geworden. Jetzt ist es unmöglich, ohne Abneigung auf die ukrainische Flagge zu schauen, mit der die ukrainischen Nationalisten, der Rechte Sektor und die Ultras, das Haus gestürmt haben, in dem Zivilisten ihre Rettung gesucht hatten.

Ich bin Ärztin, 35 Jahre alt. Nach Odessa bin ich mit meiner kleinen zweijährigen Tochter in die Ferien geflogen. Am Nachmittag des 2. Mai haben wir im Internet gelesen, dass es in Odessa Kämpfe gibt mit vielen Verletzten. Unsere Bekannte vom Kulikovo-Platz, auf dem sich seit März Protestierende gegen die neue Regierung Kiews getroffen hatten, haben uns gesagt, dass sie dort dringend Verbandstoffe und Wasserstoffperoxid benötigen, genauso wie Ärzte. Meine Schwester und ich haben beschlossen zu gehen. Auf dem Kulikovo-Platz war es noch sehr ruhig, die Hauptkämpfe wurden nahe des Zentrums, auf der Gretscheskaya- und Preobrazhenskaya-Straße geführt.
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2014-05-02 17.13.59 Polizisten waren bereits vor Ort.
2014-05-02 17.13.45 Ärzte ebenso.

Wir haben beschlossen, dorthin zu gehen, weil auf dem Kulikovo-Platz noch keine Verletzten waren. Unabsichtlich sind wir sehr nahe zum Epizentrum der Kampfhandlungen (bei der Gretscheskaya-Straße) geraten. Wir haben bald verstanden, dass diese Leute um uns herum, nicht „unsere“ sind. Um uns herum waren Menschen mit Maschinengewehren, Gruppen von vermummten Burschen in Tarnanzügen, mit Symbolen der ukrainischen Nationalisten. Plötzlich haben wir gehört, dass jemand nach einem Arzt ruft. Wir sind dorthin gelaufen. Am Boden lag ein ganz junger Mann mit ganz kleinen Pupillen, sein Körper zuckte, sein Puls war schwach. Ich habe gesagt, dass ich Ärztin bin. Ich versuchte ihm zu helfen, aber es war nicht mehr viel tun, da bereits der Rettungswagen gekommen war. Wir legten ihn gemeinsam auf die Rettungsbahre. Der Bursche hatte bereits sein Bewusstsein verloren. Der Wagen war schon fast abgefahren, als wir noch einen weiteren Burschen sahen, dessen Kopf ganz mit Blut überströmt war. Wir schlugen auf das Blech des Rettungswagens, damit sie ihn noch mitnehmen. Danach haben wir beschlossen rasch aus der Menge der uns feindlich gesinnten radikalen Nationalisten zu flüchten.
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Auf der Preobrazhenskaya Straße sahen wir eine Menge von Polizisten mit Schutzschilden. In ihren Gesichtern konnte man ihre Angst lesen. Wir sind dagestanden und haben geweint, machten Fotos mit unseren Handys, als wir die Menge sahen, hunderte bewaffnete Menschen mit ukrainischen Flaggen und Stöcken, dicken Ketten, Baseballschlägern, die meisten in Masken vermummt. So laut wie sie nur konnten skandierten sie „Heil Ukraine. Heil den Helden“, „Tod den Feinden“ und noch andere Parolen. Was mir sehr deutlich auffiel: sie waren sehr gut organisiert. In einem Moment bildeten sie eine Linie, dann schrie jemand den Befehl zu marschieren. Manche organisierten sich in Gruppen zu sieben bis zehn, und alle zogen in Richtung der in einer Linie stehenden Polizisten. Wir erschraken. Ich versuchte ein Video aufzunehmen. Wir dachten, dass sie jetzt mit den Polizisten wie in Kiew kämpfen würden. Aber in der nächsten Sekunden taten die Polizisten nichts anderes, als ihnen einen Korridor zu öffnen. Wir verstanden, dass alle, die auf der anderen Seite waren bald umkommen werden.
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Die Gesichter von den Hunderten, die vorbei gegangen war, vergesse ich nie. Es waren stumpfe, tierische Augen. So viel Wut und Hass hatte ich noch nie gesehen. Außer uns waren dort viele Zuschauer, Bürger von Odessa. Manche haben gelacht und sind mitgegangen; manche weinten, so wie wir weinten. Wir haben verstanden, dass wir nicht zu unseren Leuten auf der anderen Seite nicht durchkommen konnten, wenn wir uns nicht selbst dem sicheren Tod ausliefern wollten.
Diese Männer sah ich nicht weit weg von uns. Sie schienen weder ukrainisch, noch russisch, noch deutsch zu verstehen. Als wir sie auf englisch fragten wer sie sein und was sie hier machen, antwortete uns der Mann im Zentrum akzentfrei "Heavy Metal".

Wir beschlossen zurück zum Kulikovo-Platz zu gehen. Es waren nicht besonders viele Menschen dort, alles war sehr friedlich. Die Menschen unterhielten sich über die Situation im Zentrum, manche fingen an, aus Brettern und Platten notdürftig Barrikaden zu bauen.
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Eine Alte Frau, die mit Ihrem blinden Sohn gekommen war, gab uns auch Binden und Medikamente. Ich half einem Jungen, der leicht am Bein verletzt war. Meine Schwester ging in das Haus der Gewerkschaft. Es waren bereits Ärzte im zweiten Stock, nur Frauen, wie Yulia dann erzählt hat. Es waren dort ein paar verletzte Burschen und sehr viele Menschen, die in Panik hin und her liefen. Ich half ein paar Bretter zum Haus zu tragen, da sprachen die Leute schon davon, dass der Rechte Sektor und die Ultras Richtung Kulikovo-Platz marschieren. Diese Barrikaden waren lächerlich, das wurde uns nun bewusst. Doch in der Panik hatte das niemand wirklich bedacht. Plötzlich schrie jemand: „Sie kommen schon“, „Alle Frauen schnell ins Haus“. Ich stand einen Moment wie versteinert, konnte mich nicht bewegen, nicht denken. Dann plötzlich schoss es mir durch den Kopf: „Wo ist meine Schwester? Schnell weg! Wir müssen weit von diesem Haus weg!“. Ich lief hinein. Ich fand meine Schwester auf der Treppe. Sie filmte mit ihrem Handy und weinte. Sehr viele Menschen waren drinnen im Haus - Panik, Schreien. Ich schrie so laut wie ich nur konnte: „Schnell, wir müssen weg!“. Sie war geschockt. Ich ergriff Ihre Hand und zog sie Richtung Ausgang. Wir schoben uns gegen die ins Haus strömende Menge nach draußen. Draußen bemerkte ich, dass meine Schwester nicht neben mir war. Sie stand einige Meter entfernt mit ihrem Handy. Die Nationalisten waren schon auf dem Platz. Ich schrie: „Yulia! Lauf!“ und wir liefen. Nach etwa 100 Meter begegneten wir fünf Polizisten. Wir schrieen sie an: „Was machen Sie hier?“, „Stoppen sie das!“, „Dort sind Frauen!“, „Wie werden Sie damit leben können, hier tatenlos zuzusehen?“, „Sie sind Männer!“ Wir liefen weiter und weinten.
2014-05-02 19:20:56 Im Haus der Gewerkschaft, Erdgeschoß.
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Nach fünf Minuten waren wir schon auf der Brücke über der Eisenbahn. Von dort wagten wir endlich zurückzublicken. Wir sahen Rauch. Das Haus der Gewerkschaft stand in Flammen. Wir begriffen, dass dort drinnen all die Menschen waren, die wir kurz zuvor noch selbst gesehen hatten, all jene, die sich dort vor diesen Tieren retten wollten.
Nach weiteren 5 Minuten waren wir endlich zu Hause. Ich schloss meine Tochter in meine Arme und küsste sie. Ich konnte noch nicht ganz verstehen, was geschehen war. Dann kamen die ersten Nachrichten, Fotos und Videos.
Odessa ist im Dunkel versunken. Das Odessa, das ich von früher gekannt habe, wo ich mich zu Hause gefühlt hatte, gibt es nicht mehr.
Noch nie war ich mit solcher Angst und Schmerz durch die Straßen gegangen. Noch nie sah ich jemandem in die Augen und dachte, ist das ein Mensch, der am Morden von Unschuldigen beteiligt war, oder ein Mensch, der wegen der Ermordeten trauerte. Ich hatte nie Angst gehabt mit dem Kind auf den Spielplatz zu gehen, nie Angst gehabt, dass ein Mann, der vorbei geht, ein Mörder wäre. Nie hatte ich Angst gehabt, das Georgiev-Band zu tragen, das Symbol des Sieges im Zweiten Weltkrieg, das Symbol des Sieges über den Nationalsozialismus.
Was mich heute erschreckt ist, dass in Deutschland, Frankreich, Österreich und anderen Ländern niemand wirklich darüber berichtet. Es gibt wahnsinnig viele Videos, es gibt zum Glück Überlebende, sehr viele Gründe zu verstehen, dass es ein von der Regierung organisierter Massenmord war. Es war ein Genozid. Am 2. Mai 2014 wurden über 50 Menschen umgebracht, nur weil sie gegen eine provisorische und nicht durch Wahlen legitimierte Regierung protestiert haben, nur weil sie sich eine ukrainische Föderation gewünscht haben, nur weil sie Russischschprachig waren. Russischsprachige Ukrainer, ukrainische Staatsbürger, keine Russen. Fast die ganze Welt schweigt. Ganz so, als ob es egal wäre, als ob es normal wäre, als ob das Leben von Bürgern Odessas überhaupt keine Bedeutung hätte.
Alles war organisiert. Ich weiß es nicht, ob so viele Opfer erwartet wurden, kann auf viele Fragen nicht antworten. Eines kann ich aber schon sagen: dieser Massenmord wurde nicht von normalen Menschen, sondern von echten Faschisten gemacht. Sie leben heutzutage. Sie sind hier in Odessa. Ab und zu sehe ich sie auf den Straßen mit ukrainischen Flaggen und mit Pistolen durch das Stadtzentrum spazieren. Ich denke an sie, wenn ich auf der Straße eine Blutlache sehe.
Die Leute am Kulikovo-Platz waren ganz einfache Bürger aus Odessa. Sie waren vor der Meute erschrocken. Manche, wie wir, sind davongelaufen und haben sich damit gerettet. Andere sind im Haus der Gewerkschaft, an das sie zuvor geflüchtet waren, geblieben. In unserer zuvor friedlichen Stadt hätte niemand solche Gewalt erwartet.
Ich weiß jetzt mehr, habe viel gelesen, Videos gesehen. Was hier passiert ist ist umfassend und unmissverständlich dokumentiert. Doch die Regierung hat verkündet, dass sich die Menschen selbst verbrannt hätten. Kein einziger der Mörder wurde verhaftet. Es gibt erdrückende Beweise dafür, dass viele der Opfer gar nicht durch Feuer gestorben sind, sondern direkt von Mitgliedern des Rechten Sektors und Ultras, die ins Haus eingedrungen sind, umgebracht wurden. Leider besteht der starke Verdacht, dass weit mehr als 40, sondern sogar über 100 Menschen getötet wurden.
USA und EU unterstützen die Regierung in Kiew. Wegen des amerikanischen und europäischen Hasses und des Kampfes gegen Russland sterben Ukrainer….immer mehr. Aufgrund von geopolitischen Interessen hat die Ukraine eine nun schon ganz offensichtlich neonazistische Regierung bekommen.
Ich bitte Sie, kritisch zu sein. Schauen Sie sich die zahlreichen Videos auf Youtube an, suchen Sie nach alternativen Informationen. Ich beantworte alle Fragen, schicke Ihnen alle Links….das ist das einzige, was ich jetzt machen kann.
05.05.2014 Alle Fotos hat meine Schwester mit ihrem Handy fotografiert.
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Mittwoch, 7. Mai 2014

Украины больше нет.

Ее убили, сожгли в Дома Профсоюзов в Одессе. Сожгли как чучело весны в масленицу. Сожгли как прощальное письмо над свечой. Невозможно смотреть без отвращения на флаг страны, с которыми молодчики из правого сектора и ультрас шли на штурм здания, укрывшего мирных жителей в Одессе. Больше одесситы, жители Донбасса, не захотят под этим знаменем называть себя украинцами. Этот флаг залит кровью. Я - врач, мне 35 лет. Приехала к маме в Одессу на майские праздники с маленькой дочкой и сестрой. Мы увидели в интернете призыв, что нужна медицинская помощь и медикаменты и пошли. Просто отнести бинты и перекись водорода. Просто поддержать. На Куликовом поле почти никого не было. Основные беспорядки были в центре города: на Греческой, Преображенской.

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2014-05-02 17.13.59 Милиция была ещё за два часа.
2014-05-02 17.13.45 Были и медики.

Оказавшись вблизи эпицентра событий (у Греческой) мы поняли, что это не "наши", вокруг были вооруженные автоматами люди, кучки парней с закрытыми лицами, в комуфляже. Нам стало очень страшно и мы решили оттуда идти к "своим". Но как? Где они? Спрашивать людей мы опасались, потому что не знали кого они поддерживают. И вдруг стали кричать: врача, врача! Я побежала. На земле лежал парень, с узкими как точка зрачками, его били конвульсии, пульс был нитевидный. Я сказала, что я врач, но ничего толком не успела сделать. Приехала скорая. Мы вместе погрузили его на каталку, парень уже отключался. Его уже почти увезли, и мы увидели второго, с перебитой головой, стали бить по машине скорой, чтобы не уезжала и взяла еще и этого раненого. После этого мы решили срочно уходить из вражеского тыла.

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Выйдя на Преображенскую мы увидели толпу милиционеров со щитами и в масках. На их лицах был страх. Мы стояли и плакали, снимали на телефоны, когда увидели надвигающуюся толпу ультрас и правосеков. Они шли и скандировали "героям слава"... Страх и ужас охватил нас: по улицам нашего мирного города, города-героя Одессы, маршировали фашисты. Когда-то, 70 лет назад, от нацистов нашу землю освобождал наш дед, и вот, происходит то, во что невозможно поверить, с чем невозможно смириться - оскал фашиста, который с цепью и дубинкой, кричит "слава украине"...

Мы понимали, что где-то там, ближе к Дерибасовской наши ребята, Одесская дружина, и на них, на эту незащищенную безоружную кучку ребят, несется лавина вооруженных до зубов, разъяренных, обкуренных, накаченных наркотиками, бездумных, зомбированных фашистов. Мы видели, как по тротуарам к ним примыкали сочувствующие из местных, кто в велосипедных касках и с битами, но это были одесситы, молодые, обозленные предатели. Они горда вышагивали, пытаясь идти в ногу с толпой убийц.

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Никогда не забуду этих боевиков. Глаза у них были дикие, животные, никогда не видела такие глаза, столько злости, ненависти. Один упёрся в меня взглядом так, что я вздрогнула. Через секунду я поняла, что в руке у меня георгиевская ленточка, которую я подобрала к слову там, где были их сторонники.

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2014-05-02 19.05.23 Этих людей я сняла на балконе ТЦ Остров, у Привоза, они говорили не на русском и не на украинском....увы не могу сказать на каком....единственное, что мне средний ответил «Heavy Metall».
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Мы поняли, что пробраться к своим мы не сможем, да и будет это уже просто самоубийством. Мы позвонили знакомой, которая осталась на Куликовом поле. Она сказала, что раненых привезли туда и нужны медикаменты. Зажав в руке свой маленький пакетик с бинтами и склянками, мы побежали по смежным с Преображенской улицам. На Куликовом поле народу было мало, к нам подошла пожилая женщина и спросила кому отдать бинты. В руке она сжимала грязные, старые бинты - все, что могла принести. Она пришла туда с больным, слепым, сыном. Мы подключились к тем, кто отковыривал брусчатку и таскал бревна и листы шифера, мастеря нехитрые баррикады. Все было вяло и непонятно. Кому отдать медикаменты, чем помочь. Мы минут пять пытались сориентироваться и сестра пошла в дом профсоюзов, чтобы отдать наш пакетик с бинтами. Мне крикнул мужчина в комуфляже: что стоишь?! Помогай! Передвигаем баррикады ближе к зданию, иначе мы не выстоим! Началось движение, хаотичное и странное. Я побежала к разобранной палатке, схватила скамью и понесла ее к ступенькам у колонн здания, потом схватила мангал и тоже отволокла к новым заграждениям. Руки были в саже и я машинально вытерла их о джинсы. Тогда я еще подумала: вот, черт, они же новые, я их сегодня купила. Вот о чем я думала в те минуты. Ощущение какого-то сюрреализма, какой-то другой реальности. никто не верил, что закончится этот бой так...

Вдруг стали кричать: они идут! Все в здание! Они приближаются! Женщины внутрь!

Я стояла в нерешительности. Мысли кружили в голове как шальные: нет, надо отсюда бежать, не надо в здание! Где Юля?!

Сестра ведь пошла внутрь относить медикаменты! Я побежала за ней. Меня толкали, ругались, что мешаюсь под ногами. Народ сновал туда-сюда, баррикадируя вход. Я просочилась в холл, весь в осколках, битком народу.

Я увидела на лестнице сестру, она снимала на телефон, с растерянным лицом, в глазах слезы. Она поднималась вверх вместе с толпой. Я закричала ей: Юля! Ко мне! немедленно иди сюда!

Она, словно в тумане, повернулась на мой зов и пошла вспять, продолжая снимать. Я схватила ее за руку и рванула к выходу. Мы пробирались сквозь узкий проход, натыкались на вбегающих в ужасе и страхе людей.

2014-05-02 19.20.56 Первый этаж. Дом Профсоюзов.
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В какой-то момент я поняла, что убегаю от здания без Юли. Я повернулась и увидела, как она встала замерев со своим телефоном и снимает, как со стороны парка выбегает толпа разъяренных фанатов и правосеков. Я заорала: Юля, бежим! И мы побежали. Слезы лились из глаз. Мы все время оглядывались и не могли поверить, что все происходит на самом деле. И тут мы увидели, метрах в ста от дома профсоюзов, кучку милиционеров. мы закричали им: вы что здесь делаете?! почему вы их не остановите? Вы отворачиваетесь?! Предатели! Трусы! Как вы будете с этим жить?!

Мы бежали, и кричали, и плакали! Взобравшись на мост через железную дорогу, мы повернулись, чтобы посмотреть на здание, и увидели клубы дыма. Господи! Они же внутри, их сотни, мирных людей, таких как мы, которым негде было спрятаться! О Боже!

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Уже через 5 минут мы были дома. Я схватила дочку и стала ее целовать. Я не понимала, что произошло, до конца не осознавала, что мы чудом спаслись. А потом начались первые сводки новостей.

И наступил траур.

Одесса погрузилась во мрак. Больше не будет той Одессы, в которую я ехала, чтобы посмотреть на любимые улочки, на голые пятнистые платаны, на море, на весеннее солнце и почувствовать себя снова дома. Никогда прежде я не ходила по городу с таким недоверием к людям и болью в сердце. Никогда не вглядывалась в лица людей, пытаясь разобраться за кого они. Не было страха выйти с ребенком на прогулку в центр города, а теперь он есть и он животный, утробный, всепоглощающий. Страшно одеть георгиевскую ленточку, которую в прошлые годы я цепляла на детскую коляску или на свою сумку. Страшно выйти к вечному огню 9 мая.

Ни одна страна мира, кроме России, не высказала соболезнований. Никто, кроме России, не осудил геноцид против своего народа. Весь остальной мир молчит...

Все, что произошло, было спланированный акцией, хорошо подготовленной провокацией. Но даже они, те, кто спонсировал эти беспорядки, обернувшиеся чудовищной трагедией, не думали, что обернется все братоубийственной войной, смею я надеяться. Или им все-таки безразлично? Судя по блоггам и твиттам сторонников евроинтеграции, предателей и фашистов среди нас больше, чем ожидалось...

И вот сейчас в голове всплывают обрывки воспоминаний: девушка, которая звонила сестре (они на Куликовом поле обменялись телефонами) и говорила ей - беги на Куликово поле, там нужна помощь, а после событий перезванивала и спрашивала сколько людей в здании, трубку брал какой-то мужчина и тоже пытался выведать какую-то информацию. Сестре тогда и эта девушка, и тем более зачем-то взявший телефон с расспросами мужчина, показались очень подозрительными. Но нам было не до этого. А в момент, когда стали всех загонять внутрь... Я почувствовала, что нужно оттуда бежать, а не прятаться в здании, мужчина, который заорал на меня, толкая в здание, мол, прячьтесь, спасайтесь... Что это было? Я боюсь клеветать на людей, но в голове все больше сомнений, а не провокаторы ли это были? У меня пока только одно объяснение произошедшему, люди спрятались в этом огромном каменном здании, надеясь, что оно выдержит натиск хулиганов, но не убийц и поджигателей. Это ни кому тогда и в голову прийти не могло...

Может, моя статья никуда и не попадет и это сплошные эмоции. Но я знаю, что я хоть что-то делаю.

Искренне Ваша, Доктор С. Все фото моей сестры на телефон.

05.05.2014

Одесса

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